Globaler Arbitrage (Ausbeutungs-Verschiebung)
Die inhaltliche Analyse:
- 1930–1970 (Lokale Produktion): Die Arbitrage war gering, da Produktion und Konsum meist in denselben Wirtschaftsräumen stattfanden. Die Wertschöpfung blieb dort, wo gearbeitet wurde.
- Ab 1980 (Die große Verschiebung): Mit der Hyper-Globalisierung begannen Konzerne, Produktion dorthin zu verlagern, wo die geringsten Standards herrschen. Das System arbeitet nun gegen alle: Die Arbeiter im Norden verlieren ihre industrielle Basis, während Arbeiter im Süden unter prekärsten Bedingungen für den Weltmarkt produzieren. Der Profit entsteht rein aus der Differenz der Lebensstandards.
- 2030–2130 (Die totale Arbitrage): In der Prognose wird die Ausbeutung durch digitale Infrastrukturen perfektioniert. Arbitrage findet nicht mehr nur zwischen Ländern statt, sondern zwischen Individuen weltweit (globale Gig-Economy). Das Kapital kann in Millisekunden dorthin fließen, wo der Mensch gerade am billigsten und rechtlosesten ist.
Hier ist Handlungsbedarf!