Finanzialisierung (Geld als Selbstzweck)
Warum diese Entwicklung gegen uns arbeitet:
- 1930–1980 (Geld als Werkzeug): Das Volumen der Finanzmärkte entsprach in etwa dem Wert der realen Güter und Dienstleistungen (Faktor 1-2). Kredite dienten dem Bau von Fabriken und Häusern. Das System war stabil und dienend.
- Ab 1990 (Die Abkoppelung): Durch Deregulierung explodierte der Finanzsektor. Es entstand eine „Blasen-Ökonomie“. Kapital fließt nicht mehr in Innovationen, sondern in Spekulation (Aktienrückkäufe, Immobilienwetten). Dies treibt die Preise für Grundbedürfnisse (Wohnen) nach oben, ohne dass ein realer Gegenwert entsteht.
- 2030–2130 (Die totale Abstraktion): In der Prognose erreicht der Finanz-Überhang den Faktor 50. Die Realwirtschaft ist nur noch ein kleiner Anhang eines gigantischen, algorithmischen Casinospiels. Das bedeutet: Reale Arbeit verliert massiv an Wert gegenüber reinem Kapitalbesitz, und die Instabilität des Gesamtsystems wird zum Dauerzustand.
Hier ist Handlungsbedarf!